Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion konfrontieren die in den Vorträgen dargelegten Thesen mit ihren Erfahrungen aus der Praxis von Bildungseinrichtungen.
Ass. Claus Kapelke, Vorstandsvorsitzender Weiterbildung Hessen e.V.
Edeltraut Moos-Czech, Direktorin Volkshochschule Main-Taunus-Kreis - Akademie für lebensbegleitendes Lernen
Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung, IHK Frankfurt am Main
Dieter Schütz, Geschäftsführer Walter-Kolb-Stiftung e.V.
Benedikt Widmaier, Direktor Haus am Maiberg - Akademie für politische und soziale Bildung
Moderation: Andreas Horchler, hr-info
Prof. Dr. Rudolf Tippelt
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät für Psychologie und Pädagogik
Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung
Zielgruppenmarketing basiert auf der Adressaten- und Teilnehmerorientierung in der Erwachsenenbildung. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass alle sozialen Gruppen – Bildungsaktive wie Bildungsferne – spezifische Erwartungen an Weiterbildung haben und dementsprechend unterschiedlich angesprochen werden müssen. Es zeichnet sich ein Umdenken von der angebots- zur nachfrageorientierten Planung von Weiterbildungsprogrammen ab. Die Teilnehmer- und Institutionenperspektive der Adressatenforschung berührt auch Marketingstrategien sowie die Kommunikations-, Distributions-, Preis- und Angebotspolitik von Einrichtungen.
Links und Downloads zum Vortrag:
Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook
School of Management and Innovation
Steinbeis-Hochschule Berlin
Bildungscontrolling umfasst Methoden zur Messung des individuellen und organisationalen Lernerfolgs. Es umfasst nicht nur Kostencontrolling, sondern berücksichtigt den Praxistransfer und die Integration von Lern- und Arbeitsprozessen und hilft, Weiterbildungsmaßnahmen zuverlässig und kosteneffizient zu planen und durchzuführen. Gelungenes Bildungscontrolling orientiert sich an modernen Konzepten, die einen permanenten Verbesserungsprozess erlauben. Richtig eingesetzt, können Kompetenzmessung und Bildungscontrolling in Unternehmen dazu beitragen, dass Bildungsausgaben als mindestens genauso wichtig eingeschätzt werden wie Marketingausgaben.
Links und Downloads zum Vortrag:
Prof. Dr. Christiane Schiersmann
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Erziehungswissenschaftliches Seminar
Arbeitseinheit Weiterbildung und Beratung
Angesichts der Forderung nach lebenslangem Lernen und der zunehmenden Individualisierung von Bildungs- und Berufsbiographien wächst die Bedeutung der Beratung. Damit stellt sich verstärkt die Frage nach den Zielgruppen, der Struktur, der Qualität und Professionalität dieser anspruchsvollen sozialen Dienstleistung.
Prof. Dr. Rolf Arnold
Technische Universität Kaiserslautern,
Fachbereich Sozialwissenschaften
Fachgebiet Pädagogik
Erwachsene lernen zwar in Lehr-Lernveranstaltungen, doch folgt dieses Lernen einer eigenen, biographisch-systemischen Logik. Man kann sie zwar "belehren", doch folgt ihre Aneignungsbewegung ihren eigenen bzw. „eigensinnigen“ Mustern in Kognition und Emotion. Lernen ist deshalb stets ein durch Differenz und Vielfalt gekennzeichneter Weg, der sich nicht in erster Linie an externen Standards orientiert (oder gar zu orientieren vermag), sondern immer schon bloß dann stattfindet, wenn Individuen das aufgreifen und sich aneignen, was ihnen für ihre Lebenspraxis bedeutsam erscheint, oder eben (mit zumeist guten eigenen Gründen) nicht aufgreifen und sich aneignen.
Prof. Dr. Ralf Wetzel
Berner Fachhochschule
Leiter des Kompetenzzentrums Unternehmensführung
Alle Welt redet von Netzwerken. Man kann ihnen nicht mehr entgehen, auch und gerade Bildungsanbieter nicht. Sei es als Trainingsthema, als beruflicher Hintergrund der Teilnehmenden oder als eigenes Organisationsprinzip. Die Relevanz dieses Thema zeigt, dass sich Koordinationsprinzipien verändert haben. Der Vortrag charakterisiert das moderne Netzwerk, zeigt die Hintergründe der sie hervorbringenden gesellschaftlichen Veränderungen auf und leitet Folgen für die Orientierung von Bildungsanbietern ab.